Kabel statt Rohre

Testprojekt in der Klaus-Groth-Straße

Die Warmwasserbereitung macht neben dem Heizen den Hauptanteil des Energiebedarfs in unseren Wohngebäuden aus. In den vergangenen Jahren haben wir solarthermische Anlagen installiert, welche sonnenerwärmtes Wasser vom Dach in den Keller transportieren und speichern. Diese Anlagen können einen deutlichen Anteil der Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung nutzen. Aber es geht mittlerweile auch kostengünstiger und einfacher: „Kabel statt Rohre“.

PV-Anlagen sind deutlich kostengünstiger, weniger aufwendig, nahezu wartungsfrei und arbeiten in der Übergangszeit und im Winter durchgängiger. Strom wird unmittelbar im Wohnobjekt in Wärme umgewandelt. Die Kabel von den PV-Modulen werden direkt mit dem Heizstab im Wärmepufferspeicher verbunden. Der Wärmeertrag wird vorrangig für Warmwasser nutzbar. Man nennt dieses Prinzip auch “Kabel statt Rohre”. 
Die Vorteile: Diese Anlagen können auch mit geringerem Tageslichtanteil Wärme erzeugen. Der Wegfall des Wechselrichters spart Anschaffungs- und Instandhaltungskosten.

In unserem Testobjekt auf der Klaus-Groth-Straße 38/40 sind seit Oktober 36 Module (ca. 16 KWp) auf dem südorientierten Dach installiert, welche den Stromertrag durch 4 Heizstäbe je 3 KW in 2 Pufferspeicher laden. Diese verwenden den kompletten Ertrag der PV-Module für die Wärmebereitung. Die bestehende Heizungsanlage spart nunmehr Heizgas, bleibt aber erhalten. Lediglich der Trinkwasserboiler wurde gegen eine Frischwasserstation ersetzt. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse Ende des nächsten Jahres.

Steffen Zweinert

9. Februar 2026
Ein Beitrag der Kategorie: Aus unseren Quartieren

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