Erneuerung und Sanierung

KOMPLEXE MASSNAHMEN

Erneuerung der Wege + Instandsetzung Entwässerungsanlage

Feuchte Mauerwerksbereiche, defekte Kellerniedergänge, verworfene Einläufe und Wegeplatten, alles Gründe, sich vor der geplanten Erneuerung der Außenanlagen im Karree Zauckeroder Straße 16 – 20 / Frankenbergstraße 45 – 49 auch die Grundleitungen anzusehen. Wir beauftragten die Untersuchung der Entwässerungsanlage für Schmutz- und Regenwasser in und außerhalb der Gebäude.

Durch die Befahrung mit einer speziellen Kamera konnten Riss- und Scherbenbildungen sowie verschobene Rohranbindungen festgestellt werden. Je nach Schadensbild wurden bei der Instandsetzung die geschlossene (ohne Aufgrabungen) Rohrsanierung mittels Inliner oder die offene Bauweise angewandt.

Vielen Dank unseren Mietern für die Mitwirkung, da zum Teil der Zugang zu den Mieterkellern ermöglicht werden musste.

Im Anschluss geht es nun an die Außenanlagen. Dabei werden die Wege zu den Häusern und im Hof sowie die maroden Kellerniedergänge und der Müllplatz erneuert. Im Hof wird eine große Rasenfläche zu einer hochwachsenden Wiese gewandelt. Diese Fläche ist künftig für einen nur zweimaligen Schnitt in der Wachstumssaison vorgesehen. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern und eine attraktive Blühwiese entstehen zu lassen. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Ende dieses Jahres geplant.

Anke Schulze-Leck

Neue Mitbewohner unterm Dach: Sanierung und Artenschutz sind kein Widerspruch

Oftmals bedeutet die Sanierung eines Gebäudes den Verlust von Lebensräumen für Tiere, die im Laufe der Zeit in Spalten und Hohlräumen heimisch geworden waren. Die Auflagen der Naturschutzbehörde für Ersatzquartiere sind fachlich sicher begründet, für die Genossenschaft als Bauherr aber unter Kosten- und gestalterischen Aspekten nicht immer einfach umzusetzen.

Bei der Instandsetzung des Daches am Altgorbitzer Ring 26-40 ist es nun gelungen, durch eine kleine bauliche Anpassung mit geringem Aufwand und kostenneutral zahlreiche Nistmöglichkeiten für Mauersegler und andere gebäudebewohnende Vogelarten zu schaffen. In Abstimmung mit dem Umweltamt wird die umlaufende Attika so ausgebildet, dass Hohlräume entstehen, welche die Mauersegler als Brutplatz nutzen können. Vielleicht kann diese Konstruktion bei folgenden Dachinstandsetzungen Wiederverwendung finden und einen Teil der zusätzlichen Nisthilfen an der Fassade ersetzen.

Mauersegler

Apus apus

Größe:
ca. 15 cm
Alter:
10 – 20 Jahre
Gewicht:
35 – 45 g
Nahrung:
Käfer, Spinnen, Fliegen
Vorkommen:
Europa, Asien, Afrika (Überwinterung)
Lebensraum:
ursprünglich Felsbrüter, mittlerweile in
vom Menschen bewohnten Gebieten
Paarungszeit:
Mai – Juli
Brutzeit:
ca. 21 Tage
Gelegegröße:
2 – 3 Eier

Steffen Zweinert

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