Pressegespräch auf der Höhenpromenade

BEISPIELGEBEND & BEEINDRUCKEND

Leerzug und demografischer Wandel als Chance

Beim anschließenden Pressegespräch im Lesegarten der Höhenpromenade erläuterten wir den Journalisten: „Als Genossenschaft haben wir laut Satzung die Aufgabe, unsere Mitglieder gut mit Wohnraum zu versorgen – das heißt im weiteren Sinn auch, den Wohnraum an ihren Bedarf anzupassen. Gleichzeitig spielen soziale Aspekte eine große Rolle: eine verantwortbare Miete, ein schönes, lebenswertes Wohnumfeld, feste Ansprechpartner und die Sicherheit, lebenslang in der Genossenschaft wohnen zu können. Das Quartier Höhenpromenade ist ein gutes Beispiel dafür, dass genossenschaftliches Bauen all diese Aufgaben erfüllen kann.“

An den Oberbürgermeister gewandt, beschrieben wir unsere Intentionen: „Jede größere Maßnahme soll auch mit einer spürbaren Aufwertung des Stadtteils einhergehen. Die Steigerung der Attraktivität durch nachgefragte Wohnungen ist ein Anliegen unserer Genossenschaft, das wir bei all unseren Projekten in Gorbitz verfolgen.“

Rundgang Mit Dem Ob über Die Höhenpromenade (3)

v.l.: Christiane Hähle (IGC), OB Dirk Hilbert, Vorstände Antje Neelmeijer und Michael Reichel, Sabine Mutschke (PR)

Nach seinen Eindrücken beim Rundgang befragt, erwiderte Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Ich freue mich über das Engagement der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft für seniorengerechtes Wohnen und das sehr gelungene Projekt „Höhenpromenade“ in Gorbitz“. Er erinnerte daran, dass die Landeshauptstadt Dresden das Bauvorhaben der Genossenschaft mit knapp 1 Mio. Euro Städtebaumitteln unterstützt hat.

Um ein attraktives Gesamtprojekt zu gestalten, investierte die Stadt  Dresden außerdem in die eigentliche Promenade – die Fußgängermeile – und gestaltete alle städtischen Außenanlagen für 2,19 Mio. Euro im Rahmen der Städtebauförderung ansprechend und vor allem senioren-gerecht und barrierefrei um. Er hoffe, so OB Hilbert, dass damit gemeinsam mit dem Wohnungseigentümer ein gelungenes Wohnangebot als Grundlage für ein gutes Zusammenleben im Quartier geschaffen wurde. „Ich bedanke mich für die bisherige Zusammenarbeit und wünsche mir auch zukünftig die EWG als Partner der Landeshauptstadt Dresden, um die Entwicklungen im Stadtteil Gorbitz positiv zu gestalten“, schloss er.

Abschlussfeier mit allen Projektbeteiligten

Zum Mittag war eine kleine Abschlussfeier mit den wichtigsten Projektbeteiligten geplant. In unseren Dankesworten nahmen wir die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen 12 Jahre, erinnerten an Meilensteine des Projekts und würdigte die wichtigen Beiträge aller Projektpartner.

Ausgangspunkt dieses Projekts waren nach der Jahrtausendwende graue Plattenbauten, marode Pavillons und 400 unsanierte Wohnungen entlang der Höhenpromenade, die nicht mehr dem Bedarf entsprachen, baulich und moralisch verschlissen waren und für die es kein Interesse mehr gab. Gleichzeitig war klar, dass viele Gorbitzer Bewohner bald das Seniorenalter erreichen und sich ein Bedarf an seniorengerechten Wohnungen entwickeln wird. Dies bildete die Grundlage für ein zukunftsfähiges Konzept, dessen Kopf selbstverständlich unser ehemaliger Vorstand, Herr Dr. Hesse, war, der auch als Ehrengast geladen war.

Pressetermin Zur Fertigstellung Lwr (2)
Rundgang Mit Dem Ob über Die Höhenpromenade (4)

ls im Jahr 2008 der Startschuss für das Projekt „Höhenpromenade“ und für die seniorengerechte Modernisierung von zunächst 48 Wohnungen fiel, konnte noch niemand ahnen, dass uns eine riesige Nachfrage überrennen, das Projekt etappenweise fortgeführt und Ende 2020 mit insgesamt 28 Mio. € und 377 neuen Wohnungen beendet werden würde. Die Pausen zwischen den einzelnen Projektphasen nutzten wir für neue Ideen, für den Abgleich der Planungen mit der aktuellen Nachfrage und für die Anpassung der Entwürfe.

Die Projektpartner hatten mit uns Pläne geschmiedet, die Lage analysiert, Strategien entwickelt, Möglichkeiten erörtert und Finanzen geprüft. Das Stadtplanungsamt brachte Fördertöpfe ein, die Sächsische Aufbaubank die Finanzierungen, unsere Mitarbeiterzukunftsfähige Ideen und das Ingenieurbüro Cossebaude kreative und alltagstaugliche Planungen. Die städtischen Ämter unterstützten das Projekt mit allen notwendigen Genehmigungen und die Baufirmen bauten unter der strengen Leitung unseres Projektleiters jedes Jahr zuverlässig, qualitätsgerecht, terminund kostentreu. Und nicht zuletzt managten unsere Mitarbeiter verlässlich den Kreislauf von Mieterbetreuung, Entmietung, Neuvermietung, Wohnungsübergaben, Mieterbetreuung zu (fast) aller Zufriedenheit.

Blick Entlang Der Fertig Gestalteten Höhenpromenade

Blick entlang der fertig gestalteten Höhenpromenade

Vielfalt im Quartier

Eingeladen waren auch die gewerblichen Mieter, die mit ihren Dienstleistungen für Leben auf der Höhenpromenade sorgen: das  Bürgerbüro der Landeshauptstadt, die Seniorenberatungsstelle, die Anlaufstelle für Geflüchtete, der Fahrradladen Räder Reichelt, der Nachbarschaftshilfeverein, die Lebenshilfe und das Sozialkaufhaus sowie Zahnarzt und Physiotherapie.

Antje Neelmeijer

DIE LEBENSHILFE DRESDEN

Umzugs- und Einzugsstress sind vorbei, die Vorfreude bei der Lebenshilfe Dresden e.V. ist der Zufriedenheit über sehr gute Arbeitsbedingungen gewichen. Anfang Dezember zog das Büro der Wohnangebote im Stadtgebiet Gorbitz vom Leutewitzer Ring 47 in die neuen, größeren Räumlichkeiten im Leutewitzer Ring 31 um.

„Für uns war klar, dass wir dem Standort Höhenpromenade treu bleiben“, erzählt Claudia Jehnes-Bennies, Bereichsleiterin bei der Lebenshilfe. „Die Anbindung ist super. Unsere Klienten haben alles, was sie brauchen, in unmittelbarer Nähe. Ein Büro vor Ort, schnelle Wege zum Klienten und ein kurzer Draht zu den Kollegen – das sind die besten Voraussetzungen, damit ein gutes gemeinsames Leben in Gorbitz gelingt und Menschen mit Behinderung dazu gehören.“

Es gibt in unmittelbarer Nachbarschaft inzwischen mehrere Wohnprojekte der Lebenshilfe. „Viele Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung können und wollen in einer eigenen Wohnung leben – allein, als Paar oder als WG. Das funktioniert aber nur, wenn die Voraussetzungen stimmen: Barrierefreie Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis und eine gute Betreuung. In der Planungs- und Bauphase gab es deshalb viele Abstimmungen zwischen Lebenshilfe und EWG.“

„Für diejenigen, die jetzt auf der Höhenpromenade einzogen, ging ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung: Mehr Selbstbestimmung in schönen, neuen Räumen. Wir werden ihnen in den eigenen Vier Wänden mit Rat und Tat zur Seite stehen,“ schließt Frau Wenckel, Leiterin Wohnen in Gorbitz.

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