Wie wär’s mal mit Geocaching?

ABENTEUER ERLEBEN

Auf der Suche nach den Dosen das eigene Wohngebiet neu entdecken

Auf einen erneuten Spaziergang rund ums Haus haben wir keine Lust, wir brauchen Abwechslung. Vielleicht finden wir noch einen neuen Cache.

Caches: Das sind große Dosen, kleine Dosen, Micros und Nanos, sie verstecken sich an Häuserecken und Regenrinnen, Denkmälern und Litfaßsäulen, unter Wurzeln und Steinen, in Astlöchern oder Pilzattrappen. Meist erzählen sie eine Geschichte; zeigen dir Plätze, an denen du schon oft warst, aus anderen Perspektiven oder führen dich in Gegenden, in denen du noch nie gewesen bist, obwohl sie doch gleich nebenan liegen. Caches lassen dich deine Umgebung neu entdecken.

Sie lassen dich schwitzen, wenn du den einen oder anderen Baum erklimmst oder verlangen dir allen Mut ab, wenn sie dich Untertage führen. Sie lassen deinen Kopf rauchen, in dem sie dich vor kniffelige Rätsel stellen oder lassen dich an dir selbst zweifeln, weil sie einfach zu gut versteckt sind.

Wer das erste Mal auf Dosensuche gehen möchte, braucht erstmal nur eine Geocaching App auf seinem navigationsfähigen Handy und einen Stift. In der App sucht man sich am besten erstmal einen „Tradi“ (grünes Symbol) mit einer leichten Einstufung in den Kategorien Suchschwierigkeit (Difficulty) und Geländeschwierigkeit (Terrain) in der Umgebung.

Logbuch
Kinder Beim Geocaching

Die Koordinaten zeigen euch, wo ihr suchen müsst. Über den Navigationsbutton führt euch euer Handy bis hin. Nur auf den letzten Metern und Zentimetern seid ihr auf euch allein gestellt. Im Zweifel helfen sogenannte „Hints“ (Hinweise). Habt ihr Filmdose, Tupperdose und co. gefunden, könnt ihr euch im Logbuch verewigen und euren Fund auch in der App eintragen. Dafür braucht ihr dann aber einen Login und einen Cachernamen. Ganz wichtig: Schaut während der Suche immer, dass euch nicht die neugierigen Blicke anderer folgen.

Wer es anspruchsvoller und abwechslungsreicher mag, kann sich auch einen „Multi“ (oranges Symbol) aussuchen. Über mehrere Stationen, an denen Aufgaben gelöst oder Zwischenpunkte gesucht werden müssen, gelangt man am Ende zur eigentlichen finalen Dose (das „Final“). Eigenschaften (Attribute) und die Cachebeschreibung (immer gut im Voraus lesen!) verraten, wie lang der Multi ist, ob man Proviant einpacken sollte und ob man noch zusätzliche Ausrüstung benötigt. Da kann man sich schon auch mal mit Stirnlampe und Multitool auf eine Tageswanderung begeben. Oft sind aber Zettel, Stift und die Taschenrechnerfunktion deines Handys ausreichend.

Geocaching 1

Zu einem kleinen Tagesausflug im Einzugsgebiet der EWG laden zum Beispiel der Multicache „Am Gorbitzbach“ – zu finden unter dem Cachecode GC3NP8E – oder der Cache „GEOcache Weidigtbach“ (GC2FMD8) ein. Start ist jeweils dort, wo der Cache auf der Karte eingezeichnet ist. Auf eurem Weg sucht ihr an Bauwerken, Schildern und anderen Gegenständen in der Umgebung nach Zahlenwerten. Mit den ermittelten Zahlen errechnet ihr euch die Koordinaten der nächsten Station und am Ende die Koordinaten des Finals. Wer vorher noch nie auf Schatzsuche war, sollte aber nicht gleich mit diesen zwei Caches starten, sondern erstmal mit ein, zwei leichteren üben.

Viel Spaß bei der Erkundung eures Wohngebietes!
Achtung: Handy laden vorher nicht vergessen!

Elisa Neelmeijer

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