# Wie Nachbarschaften wachsen können ## EWG-Nachbarschaftsfonds ### Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Wie werden sich unsere Quartiere verändern? Wird Gemeinschaft noch ein Teil davon sein? Stellen Sie sich auch manchmal diese oder ähnliche Fragen? Nun ist es ja so ein Generationen-Ding, einfach zu sagen: Früher war alles besser! 😉 Aber denken wir konkret an die Genossenschaft: Als sie gegründet wurde, war Gemeinschaft handfeste Arbeit. Mitglieder leisteten Aufbaustunden, damit Wohnungen überhaupt entstehen konnten. Ohne gemeinsames Anpacken keine Wände, kein Dach, kein Zuhause. Auch als Gorbitz entstand, war gemeinschaftliches Anfassen notwendig, nach der Arbeit, an Wochenenden, bei Wind und Wetter. Damit Fußwege und Hausvorflächen entstehen konnten, Rasen gesät oder Bäume und Sträucher gepflanzt wurden. Die Menschen kannten sich nicht, weil sie Nachbarn waren. Sie wurden Nachbarn, weil sie gemeinsam etwas bewirkten. Die Zeit hat sich verändert und mit ihr die Menschen, die Quartiere, die Genossenschaft. Wir haben Umbrüche gemeistert, Krisen überstanden, Leerstand bekämpft, Quartiere gestaltet. Menschen zogen weg, neue Menschen zogen zu. Aber irgendwann auf diesem Weg ist etwas weniger geworden: Das Gespräch im Treppenhaus, die Begegnung im Innenhof, der Moment an der Haustür. Der Gedanke an den Nachbarn, die Frage nach Hilfe, das Angebot von Unterstützung. Selbst ein Gruß, ein freundliches Wort oder Rücksichtnahme sind oft nicht (mehr) selbstverständlich. Genau hier denken wir an die Grundprinzipien der Genossenschaft: Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Die Gründer von 1954 haben nicht darauf gewartet, dass ihnen jemand Wohnungen baut. Sie haben es selbst in die Hand genommen. Nachbarschaft passiert nicht von allein, wir müssen sie gestalten. * Und an einigen (vielen?) Stellen geschieht etwas, das man leicht übersieht: Jemand kümmert sich um den Vorgarten, obwohl es nicht sein Job ist. Ein anderer nimmt Pakete an oder holt bei Regen die Wäsche rein. Kleine Gesten, die da sind und die Hoffnung machen, denn in jedem Haus steckt mehr, als man denkt: die Nachbarin mit Organisationstalent, der Familienvater mit handwerklichem Geschick, die Seniorin mit dem grünen Daumen, der Nachbar als überzeugender Weihnachtsmann… Meist braucht es keinen großen Anlass, oft sind es die kleinen Dinge im Alltag, die Nähe schaffen und das Gefühl stärken, dazuzugehören: Ein kurzer Plausch im Treppenhaus, eine Verabredung zum Kaffee oder spontan mit einem Hammer und einer Leiter aushelfen. Manchmal geht auch mehr: Ein Pflanzentausch im Frühjahr, ein Flohmarkt im Hof, ein Hausfest, bei dem alle willkommen sind. Es gibt Nachbarschaften bei uns, die das seit Jahren vormachen. Vielleicht gibt es etwas, das in Ihrem Haus, in Ihrem Hof funktioniert? Wir wollen Nachbarschaft, wollen Gemeinschaft fördern. Sprechen Sie Ihren Kundenbetreuer an oder direkt unser Vorstandsbüro, beschreiben Sie Ihr Vorhaben und nennen Sie eine Ansprechperson. Wir möchten Ihre Nachbarschaftsinitiative unterstützen. Denn wir können Wohnungen bauen und Quartiere entwickeln. Aber das Leben dazwischen – das können nur Sie gestalten. [Zum EWG-Nachbarschaftsfonds](/service/nachbarschaftsfonds/) Antje Neelmeijer 14. Juni 2026 Ein Beitrag der Kategorie: Aktuelles #### Diesen Beitrag Teilen * ** ** ** ** ## Weitere Beiträge Strassengeschichten ### Unterwegs in „Froschcotte“ [» Weiterlesen](https://www.ewg-dresden.de/strassengeschichten/unterwegs-in-froschcotte/) 1. August 2021 Aus unseren Quartieren ### Balkonanbau Briesnitz [» Weiterlesen](https://www.ewg-dresden.de/aus-unseren-quartieren/balkonanbau-briesnitz/) 3. Juni 2024 Aus unseren Quartieren ### Neues Familienquartier [» Weiterlesen](https://www.ewg-dresden.de/aus-unseren-quartieren/neues-familienquartier/) 25. Juni 2024 [Zurück zur Übersicht](/aktuelles-und-news/)